Breko-Studie zur Bandbreitennachfrage bis zum Jahr 2020

Kunden treten das Gaspedal auf dem Daten-Highway Bonn / Berlin, 6. Juni 2012 - Mit ihren Investitionen in hochleistungsfähige Glasfasernetze sind die BREKO-Mitgliedsunternehmen auf den mittelfristig zu erwartenden deutlich höheren Bandbreitenbedarf gut eingestellt. Dies ist ein Ergebnis der Marktdatenbefragung des BREKO, die der Verband bei den über 70 dort organisierten Carriern und Stadtwerken durchgeführt und heute im Rahmen eines „Webinars“ vorgestellt hat. „Bis zum Jahr 2020 werden die Kunden auf dem Daten-Highway ordentlich auf´s Gaspedal treten“, gibt sich BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers optimistisch. „Nach den Ergebnissen der BREKO-Marktdatenstudie gehen wir davon aus, dass die durch die deutschen Haushalte nachgefragte Standardanschlussbandbreite bis dahin auf 120 MBit/s steigen wird. Bei ca. 30 Pro-zent der Haushalte wird sie noch darüber liegen“. Aufgrund der prognostizierten Nachfrageentwicklung würden Glasfasernetze zunehmend zum „state oft the art“ bei der Breitbandversorgung. „Dieser Befund deckt sich mit anderen aktuellen Untersuchungen zur Nachfrageentwicklung und zur Relation zwischen der Leistungsfähigkeit der genutzten Anschlusstechnologie und dem Wachstum des übertragenen Datenvolumens“, erläutert Professor Jens Gutsche, Inhaber des Lehrstuhls für Marketing und E-Commerce an der Hochschule Merseburg, die Ergebnisse der BREKO-Studie. “Nutzer, die über einen hochleistungsfähigen Breitbandanschluss verfügen, übertragen auch deutlich größere Datenmengen, und zwar downstream und upstream. Die Ergebnisse entsprechen `Nielsen´s Law“, wonach sich der Bandbreitenbedarf erfahrungsgemäß alle zwei Jahre verdoppelt. Wesentliche Bandbreitentreiber werden neben TV-Angeboten insbesondere der Datenupload und Social media sein“, so Gutsche weiter. Auch in diesem Jahr werden die im BREKO zusammengeschlossenen Netzbetreiber mehr als 1,6 Mrd. Euro in den Aufbau hochleistungsfähiger Glasfaserinfrastruktur investieren. „Die BREKO-Unternehmen sind damit einmal mehr der Investitionsmotor im deutschen Telekommunikationsmarkt“, freut sich BREKO-Präsident Ralf Kleint, “sie investieren 90 Prozent ihres EBITDA und liegen mit diesem Anteil deutlich vor der Deutschen Telekom oder den Kabelnetzbetreibern. Dabei ist auch der wachsende Anteil der komplett eigenrealisierten Anschlüsse von BREKO-Unternehmen bemerkenswert.“ Bereits im Jahr 2015 werden 1,5 Million Haushalte über komplett eigenrealisierte Glasfaseranschlüsse der BREKO-Mitgliedsunternehmen an das Highspeednetz angeschlossen sein („homes connected“), eine weitere Million Haushalte wird über einen komplett durch BREKO-Unternehmen umgesetzten hochleistungsfähigen Breitbandanschluss verfügen können („homes passed“). Über den BREKO: Der Bundesverband Breitbandkommunikation e. V. (BREKO) repräsentiert den Großteil der Fest-netzwettbewerber der Telekom Deutschland. Unsere Mitglieder vermarkten ihre Produkte vor allem auf Basis eigener Infrastruktur in Kombination mit dem entbündelten Teilnehmeranschluss (TAL) der Telekom Deutschland; vermehrt bieten sie aber auch eigene hochleistungsfähige Glasfaseranschlüsse direkt zum Kunden (FTTH/B) an. Seit seiner Gründung im Jahre 1999 tritt der BREKO erfolgreich für den Infrastrukturwettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt ein. Die über 110 BREKO-Unternehmen, darunter City- und Regionalcarrier sowie Stadtwerke versorgen sowohl Ballungsräume als auch ländliche Gebiete, die „weißen Flecken“, mit hochleistungsfähigen Glasfaseranschlüssen. Dazu haben sie im Jahre 2011 rund 1,5 Mrd. Euro investiert und dabei einen Umsatz in Höhe von etwa 7 Mrd. Euro erwirtschaftet. Damit leisten die BREKO-Unternehmen einen maßgeblichen Beitrag zum flächendecken Glasfaserausbau sowie zur Erreichung der Breitbandziele der Bundesregierung. Auch weiterhin sind die BREKO-Unternehmen zu Investitionen bereit. Vor diesem Hintergrund tritt der BREKO für verlässliche gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen ein, dazu gehören beispielsweise eine angemessene Regulierung von Vorleistungen und eine einheitliche Regulierung im gesamten Bundesgebiet. Der BREKO ist zudem maßgeblich an der Entwicklung von Open Access-Geschäftsmodellen beteiligt, bei denen die unternehmerische Freiheit bei der Ausgestaltung einer diskriminierungsfreien Zugangsgewährung an Dritte im Vordergrund steht. (lw) via Breko-Studie zur Bandbreitennachfrage bis zum Jahr 2020 - Topstory 3+ - Branchenportal Portel.de.